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Eltern haften für Ihre Kinder

Internet

Von den meisten Eltern völlig unterschätzt.
Sie haften für die Taten Ihrer Kinder. Sich nicht auszukennen schützt nicht vor Strafe.
Gerade bei Urheberrechtsverletzungen tickt in vielen Kinderzimmern eine Zeitbombe und die Eltern ahnen nichts davon.

Wie dieser Fall zeigt:

Landgericht München I (Az.: 0 7 O 16402/07)
Eine 16-Jährige hatte 70 Kinder-Fotografien von einer Internet-Seite kopiert und ein Video erstellt.
Dises Video hat sie auf zwei Internetportale hochgeladen.
Die Inhaberin der Internetseite ist eine Fotografin und verlangte daraufhin Schadenersatz.
Der Anspruch richtete sich gegen die Eltern, denn diese hätten ihre Belehrungs- und Prüfungspflichten gegenüber der Tochter verletzt.
Die Eltern bestritten eine Pflichtverletzung und argumentierten, dass ihre Tochter versierter sei als sie, wenn es um das Internet gehe. Das LG München folgte dieser Argumentation jedoch nicht. Mit Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), wurde den Eltern entgegengehalten, dass Minderjährige grundsätzlich stets der Aufsicht bedürften. Eie elterliche Aufsichtspflicht gelte auch für das Internet, stellten die Richter fest.
Das  Maß der gebotenen Aufsicht ist "insgesamt danach bestimmt, was verständige Eltern vernünftigerweise in der konkreten Situation an erforderlichen und zumutbaren Maßnahmen treffen müssen, um Schädigungen Dritter durch ihr Kind zu verhindern." steht im Urteil des Gerichts.
sowie: "Jedenfalls stehe ein mit dem Internet verbundener Computer gewissermaßen einem "gefährlichen Gegenstand" im Sinne der BGH-Rechtsprechung gleich."

Stehen Sie Ihrem Kind / Ihren Kindern nicht nach und befassen Sie sich mit dem Internet:

  • Sensibilisieren Sie Ihr(e) Kind(er) zum Urheberrecht und den rechtlichen Folgen bei dem Kopieren von Informationen aller Art aus dem Internet. Das Verbreiten von Informationen ist sowiso eine difficile Angelegenheit in Anbetracht der Abmahnwut einiger spitzfindiger Anwaltskanzleien.

  • Sprechen Sie mit Ihrem/Ihren Kind(ern) über die Gefahren von SchülerVZ, MySpace, MyVideo, YouTube, SecondLife und was es noch alles in dieser Kategorie gibt. Klären Sie Ihren Nachwuchs über die richtige Handhabung auf.

  • Schauen Sie sich an, wo Ihre Kinder im Web unterwegs sind.


Meine Tipps:

Im Download-Bereich für die Eltern wird eine Kinderschutzsoftware kostenlos zur Verfügung gestellt. www.fragfinn.de
Siehe dazu auch den Test der Kinderschutzsoftware.

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